Piraterie und kein Ende absehbar

#1 von Klaus Pfahl , 09.03.2010 21:38


Klaus Störtebeker

Piraterie stellt eine der größten Gefahren für die internationale Handelsschifffahrt dar. Insbesondere im Raum West- und Ostafrika oder Südostasien sind Piraten besonders aktiv. Besonders in Küstennähe häufen sich jedes Jahr Übergriffe durch teils gut ausgerüstete Banden. Allein im Jahr 2006 waren es 239.
Verschiedene Organisationen wie die International Chamber of Commerce und die International Maritime Organisation überwachen weltweit die Wasserstraßen und Fälle von Piraterie. Sie dienen als Informationsquelle für Kapitäne und Reeder in Fragen der Sicherheit. Ihre Listen von Übergriffen sind lang.

Piraterie hat offenbar auch eine gute Seite:
Wegen der Überfälle meiden Trawler inzwischen die Seegebiete vor Somalia und Kenia. Die Folge: Fischer aus der Region fangen wieder mehr Fisch - darunter Arten, die längst als verschwunden galten. Aus Angst vor Überfällen wagt sich kaum noch ein Trawler in die Seegebiete - und die Fischbestände erholen sich offenbar. Es gibt jetzt mehr Fisch, als gefangen werden kann, weil die Piraten die internationalen Fischer verschreckt haben.

Gruß
Blitz


 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Piraterie und kein Ende absehbar

#2 von Klaus Pfahl , 11.03.2010 20:00

Die Sibetsburg war ursprünglich eine Seeräuberburg an der Nordseeküste im Gebiet des heutigen Wilhelmshaven. Heute ist Siebethsburg (heutige Schreibweise) ein Stadtteil von Wilhelmshaven.
Die Burg wurde als Häuptlingsburg von Edo Wiemken als Edenburg 1383 erbaut und 1416 von seinem Enkel Sibet Lubbenson in Sibetsburg umbenannt. Sie diente lange Zeit den Vitalienbrüdern als Schlupfwinkel und war mit mehreren Wällen und Wassergräben gesichert. Sie lag im Gebiet Rüstringen in Ostfriesland an einem Meeresarm, so daß die Seeschiffe direkt anbei anlegen konnten. Die Burg wurde im Rahmen der großen Strafexpedition der Hanse wider die ostfriesischen Häuptlinge im Jahr 1433 erobert und schließlich 1435 geschleift. Der Meeresarm verlandete später, heute liegt der Platz kilometerweit im Binnenland.

Archäologen des Küstenmuseums führten 1962 bis 1964 Ausgrabungen durch, bei denen Fundamente eines Wehrturms und von Wirtschaftsgebäuden gefunden wurden.

Die Herkunft des Ausdrucks Vitalienbrüder ist nicht endgültig geklärt, stammt jedoch vermutlich aus dem Mittelfranzösischen, in dem zu Beginn des hundertjährigen Krieges jene Truppen, welche das Heer versorgten, vitailleurs genannt wurden.

Sie selbst nannten sich ab 1398 auch Likedeeler (niederdeutsch für Gleichteiler)

Gruß
Blitz


 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


   

Was sind Feuerschiffe?
Kleiner Hinweis

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor