RE: Der Krieg in Afghanistan

#91 von Cetric , 22.10.2013 15:02

Zitat von lei im Beitrag #90
schätzungsweise sieben tausen tonnen rohopium produzierten die
mohnanbauer in afghanistan. das sind ca. 5000 tonnen reinhopium.

das alle einsätze der bw und der us-amerikanischen soldaten nur
diesem zweck dienten, ist für mich fact.



Naja, das Zeugs könnte man doch auch in anderen Weltregionen anbauen, muß man dazu unbedingt in Afghanistan einmarschieren? Und das, während doch der Handel und Konsum in den genannten Ländern (und nicht nur da) unter Strafe steht?

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#92 von lei , 22.10.2013 17:05

@cetric,

tatsache ist, daß es in afghanistan produziert wird, und
daß ein großer markt für opium exixtiert.

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#93 von Klaus Pfahl , 22.10.2013 17:25

Tatsache ist aber auch, dass die Pharmaindustrie diese Droge für die Herstellung von Morphium und Codein staatlich streng kontrolliert importiert. Hauptlieferant ist Afghaniistan. Allerdings wird der größte Teil des Opiums auf dem Schwarzen Markt in andere Länder geschmuggelt. Inwieweit die Militärs darin verwickelt sind, darüber kann nur spekuliert werden.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#94 von GG146 , 23.10.2013 01:27

Zitat von Cetric im Beitrag #89
Zitat von GG146 im Beitrag #87

Übrigens hatte Afghanistan vor dem 11. September 2001 niemals andere Länder überfallen


Am 11. September 2001 (und danach) auch nicht. Das waren hauptsächlich Saudis und Ägypter.


Wer solchen Verbrechern eine Operationsbasis und einen Rückzugsraum zur Verfügung stellt, ist ein Mittäter und damit ein Aggressor wie jeder andere auch. Wer den Unterschied zu den Verteidigungskriegen in der Vergangenheit wegzufabulieren versucht, tut den Menschen in Afghanistan keinen Gefallen damit.

Anders als im Vietnamkrieg und im russischen Afghanistankrieg können alle Journalisten und Stammtischstrategen der Welt zusammen die Niederlage der Supermacht nicht herbeischwadronieren, wenn diese sich selbst verteidigt und nicht in erster Linie auf Beutezug ist.

Selbst wenn die Nato sich jetzt zurückzieht, würden die Amis auf keinen Fall dulden, dass die für den 11. September verantwortlichen Religionsfaschisten zurück an die Macht kehrten. Notfalls würde sie alleine erneut nach Afghanistan gehen und den Sack endgültig zumachen. Wie gesagt - wer diese Situation herbeischreibt und -redet, tut den Menschen dort keinen Gefallen.

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#95 von Schiffskatze , 23.10.2013 15:47

Zitat
Notfalls würde sie alleine erneut nach Afghanistan gehen und den Sack endgültig zumachen.




Warum tun sie es dann nicht?
Weil sie es nicht ohne die Atombombe können!
Und sie trotz ihrer Rüstungsstärke keinen einzigen Krieg nach `45 gewonnen haben. Sieht man einmal von Japan ab.
Alles was sie an Kriegen angezettelt haben, endete in einem Desaster.


 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#96 von Cetric , 23.10.2013 21:44

'Mal eben reinmarschieren und den Sack zumachen.' - Ich wette das haben alle ausländischen Mächte auch geglaubt, jedesmal.
Wenn dieses Land nichts anderes generieren kann, als eine fundamentalistische islamische Regierung (falls überhaupt eine Regierung - dazu müssen die meisten Stämme unter einen Hut gebracht und kontrolliert werden), dann wird es wieder so eine geben. Ob die Amerikaner gerade zu Besuch waren oder die Russen oder wer auch immer.
Und was die jeweiligen Besucher dann im Land zurückgelassen haben als 'Aufbauhilfe', wird wieder ruiniert werden, weil ein Dorf-Mullah meint eine Schule wäre Sünde und ein mit ausländischem Gerät gebohrter Brunnen Teufelswerk. Vielleicht sollte man diese Narren einfach sich selbst überlassen und ihnen von außen propagandistisch Appetit auf den Westen machen. Man weiß ja wie so was gemacht werden kann. Siehe Berieselung der DDR mit Westfernsehen über Jahrzehnte. Das hat Wunder gewirkt, genauer gesagt: eine 'Revolution'. Wenn die Afghanen dann von sich aus den Anschluß an den Westen suchen, gut, aber von außen oktroyieren wie bis zuletzt, funktioniert nur ansatzweise, solange fremde Truppen zur Sicherung im Land sind - danach kippt wieder alles um.


 
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zuletzt bearbeitet 23.10.2013 | Top

RE: Der Krieg in Afghanistan

#97 von Schiffskatze , 05.04.2014 13:28



Anja Niedringhaus (* 12. Oktober 1965 in Höxter;
† 4. April 2014 in Bandakhil, Tanai Distrikt, Provinz Chost, Afghanistan)

Bin erschrocken und entsetzt:

Zitat
Einen Tag vor der Präsidentenwahl in Afghanistan ist die prominente deutsche Foto-Reporterin Anja Niedringhaus im Osten des Landes von einem Polizisten erschossen worden. Die US-Nachrichtenagentur Associated Press bestätigte den Tod ihrer langjährigen preisgekrönten Mitarbeiterin. Die mit Niedringhaus reisende kanadische AP-Reporterin Kathy Gannon wurde demnach bei dem Beschuss in der Unruheprovinz Chost am Freitag verwundet


http://www.stern.de/panorama/kriegsfotog...er-2101201.html


 
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