RE: Der Krieg in Afghanistan

#76 von schlau , 24.04.2013 16:24

Zitat von Schiffskatze im Beitrag #75

[quote]


Demokratische Verhältnisse können nicht mit Gewalt von aussen erreicht werden. Wir haben genug Beispiele in der Gegenwart, die uns das vor Augen führen. Der Russe hat 10 Jahre vergeblich gegen die Mudschaheddin gekämpft. Jetzt kämpft die Nato seit über 10 Jahren aussichtslos gegen die Taliban. Sie hätten, wenn schon, damals die Russen im Kampf gegen religiöse Fanatiker unterstützen müssen. Das Gegenteil haben sie getan. Weil ihre übertriebene Angst vor Sozialismus sie davon abhielt, einen Schritt weiter zu denken.

Erneuerungsprozesse müssen von innen kommen. Das wird kaum passieren, dazu ist das Volk mMn zu religiös eingestellt.


Ja, da hast du recht da habe ich grad nicht nach gedacht. Wie täte ich reagieren wenn ich sooo fanatisch Glauben würde und von Außen kommen welche die mir Sagen würden wie was geht bzw wie man Lebt usw (du weisst was ich meine?) ich meine die Glauben ja nicht erst seit Jahren an ihren Gott, Generationen sind das und das Prägt und Freiheiten kennen die ja gar nicht. und auf einmal kommen welche in ihren Land und sagen wo es lang geht (so ungefähr) ich denke auch Angst spielt da eine ganz große Rolle mit und natürlich ihr Glauben. Meine Meinung


sehr schlau ;-)

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#77 von Friesenkrabbe , 24.04.2013 17:30

O M G !

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#78 von Proconsul48 , 24.04.2013 18:16

[quote=Friesenkrabbe|p34934]O M G !
Du wirst doch nicht gerade in DEM Strang hier "katholisch" werden???

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#79 von schlau , 24.04.2013 23:08

Zitat von Friesenkrabbe im Beitrag #77
O M G !





Über treib mal nicht so ;) muss ja nicht jeder deiner Meinung sein.


sehr schlau ;-)

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#80 von Schiffskatze , 25.04.2013 07:11

Zitat von schlau im Beitrag #76
Zitat von Schiffskatze im Beitrag #75

[quote]


Demokratische Verhältnisse können nicht mit Gewalt von aussen erreicht werden. Wir haben genug Beispiele in der Gegenwart, die uns das vor Augen führen. Der Russe hat 10 Jahre vergeblich gegen die Mudschaheddin gekämpft. Jetzt kämpft die Nato seit über 10 Jahren aussichtslos gegen die Taliban. Sie hätten, wenn schon, damals die Russen im Kampf gegen religiöse Fanatiker unterstützen müssen. Das Gegenteil haben sie getan. Weil ihre übertriebene Angst vor Sozialismus sie davon abhielt, einen Schritt weiter zu denken.

Erneuerungsprozesse müssen von innen kommen. Das wird kaum passieren, dazu ist das Volk mMn zu religiös eingestellt.


Ja, da hast du recht da habe ich grad nicht nach gedacht. Wie täte ich reagieren wenn ich sooo fanatisch Glauben würde und von Außen kommen welche die mir Sagen würden wie was geht bzw wie man Lebt usw (du weisst was ich meine?) ich meine die Glauben ja nicht erst seit Jahren an ihren Gott, Generationen sind das und das Prägt und Freiheiten kennen die ja gar nicht. und auf einmal kommen welche in ihren Land und sagen wo es lang geht (so ungefähr) ich denke auch Angst spielt da eine ganz große Rolle mit und natürlich ihr Glauben. Meine Meinung



Ja.

Die Angst der Taliban, Macht zu verlieren und die Menschenrechte zu akzeptieren , lässt sie aggressiv werden. Gesellschaftlich waren die Afghanen schon mal weiter. Seit aber Taliban nach Abzug der Russen an die Macht kamen, wurde das Land regelrecht ins Mittelalter zurück katapultiert.
Wenn ich heute über den Sinn und Zweck des Einmarsches russischer Soldaten sinniere, komme ich zu einer ganz anderen Meinung als die von vor 30 Jahren.


 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#81 von Friesenkrabbe , 25.04.2013 14:40

Zitat von Proconsul48 im Beitrag #78
[quote=Friesenkrabbe|p34934]O M G !
Du wirst doch nicht gerade in DEM Strang hier "katholisch" werden???



Nö, ich fall nur vom Glauben ab
oder anders ausgedrückt: mich hauts aus den Puschen

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#82 von Proconsul48 , 25.04.2013 15:04

Zitat von Friesenkrabbe im Beitrag #81
Zitat von Proconsul48 im Beitrag #78
[quote=Friesenkrabbe|p34934]O M G !
Du wirst doch nicht gerade in DEM Strang hier "katholisch" werden???



Nö, ich fall nur vom Glauben ab
oder anders ausgedrückt: mich hauts aus den Puschen


Du hast mein ganzes Mitgefühl, zumal ich deinen "AB-Fall" nachvollziehen kann...

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#83 von Schiffskatze , 25.04.2013 16:08

Zitat von Friesenkrabbe im Beitrag #81
Zitat von Proconsul48 im Beitrag #78
[quote=Friesenkrabbe|p34934]O M G !
Du wirst doch nicht gerade in DEM Strang hier "katholisch" werden???



Nö, ich fall nur vom Glauben ab
oder anders ausgedrückt: mich hauts aus den Puschen


Lässt du uns teihaben, warum du aus den Puschen fällst? Sind es meine Gedanken, die dich so sehr irritieren?


 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#84 von Proconsul48 , 27.04.2013 17:44

Zitat von Schiffskatze im Beitrag #83
Zitat von Friesenkrabbe im Beitrag #81
Zitat von Proconsul48 im Beitrag #78
[quote=Friesenkrabbe|p34934]O M G !
Du wirst doch nicht gerade in DEM Strang hier "katholisch" werden???



Nö, ich fall nur vom Glauben ab
oder anders ausgedrückt: mich hauts aus den Puschen


Lässt du uns teihaben, warum du aus den Puschen fällst? Sind es meine Gedanken, die dich so sehr irritieren?


....

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#85 von bollerkopp , 21.10.2013 18:59

Schulen, Straßen und Telefonnetze - das hat der Kundus-Einsatz der Bundeswehr den Afghanen gebracht. Doch weder der Terrorismus noch die Taliban sind besiegt, bestenfalls zurückgedrängt. Die Bundeswehr hat sich - unter eigenen Opfern - vor allem darum bemüht, Menschen zu schützen und die Afghanen in die Lage zu versetzen, Sicherheit selbst zu gewährleisten. Der Erfolg ist zweifelhaft, was weniger an der Bundeswehr liegt als an einer politischen Struktur, die zur Überwindung von Korruption und Clan-Herrschaft so wenig geeignet zu sein scheint wie ihre Akteure zur Versöhnung.
Fakt ist,es war eine Art von Größenwahn der USA, dort nach 9/11 unbedingt einmarschieren zu wollen, um das von der UdSSR hinterlassene imperiale Vakuum mit Elan und Überlegenheit füllen zu wollen.
Die Naivität und Selbstüberschätzung G.W.Bushs war in dieser Hinsicht kaum zu überbieten und natürlich auch die treue Gefolgschaft der deutschen Regierung im Rahmen der NATO. Wenn man sich schon neue Feinde macht, sollte man wenigstens dessen gewiss sein, dass man sie auch in den Griff kriegen kann. Das Wespennest wurde unnötigerweise angestochen und die Wespen sind nun auf ihren Feind fixiert.


Gruß Bollerkopp

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#86 von Klaus Pfahl , 21.10.2013 21:00

W. Bush hätte es besser wissen müssen, denn 1979-1989 hatten es die Sowjets auch versucht und musste dann schließlich das Land geschlagen aufgeben. Es bleibt nur zu hoffen, dass die afghanischen Sicherheitskräfte eine Renaissance der Talibanherrschaft verhindern können. Sollte es ihnen nicht gelingen, dann wären alle Opfer umsonst gewesen.

3 Nationen sind in Afghanistan bereits gescheitert. Dieses Land ist gegen seine Bürger nicht einnehmbar. Das stellten die Briten fest, die Russen, nun die Amerikaner und Ihre Verbündeten.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#87 von GG146 , 22.10.2013 01:25

Zitat von Blitz im Beitrag #86
3 Nationen sind in Afghanistan bereits gescheitert. Dieses Land ist gegen seine Bürger nicht einnehmbar. Das stellten die Briten fest, die Russen, nun die Amerikaner und Ihre Verbündeten.


Das mit der Unbesiegbarkeit Afghanistans wird auch durch die gebetsmühlenartige Wiederholung seitens fast aller europäischen Kriegskommentatoren - ob Profis oder Internetschreiber - nicht wahrer. Gegen die Engländer haben sie eine Schlacht gewonnen, aber den Krieg gegen die damalige koloniale Supermacht verloren:

Zitat
(...)

Angetrieben durch die vorangegangene Demütigung erklärte 1878 die britische Regierung erneut den Krieg gegen Afghanistan. Trotz kleiner militärischer Erfolge der Afghanen im zweiten Anglo-Afghanischen Krieg, wie bei der Schlacht von Maiwand 1880, wurde der Widerstand von den Briten niedergeschlagen, die Hauptstadt Kabul aus Rache niedergebrannt und eine Marionette als König installiert. Gleichzeitig übernahmen die Briten für die folgenden 40 Jahre die afghanische Außenpolitik. Aufgrund vieler Aufstände in Afghanistan wurde 1893 das Land durch die Durand-Linie von den Briten geteilt und das süd-östliche Gebiet (die heutigen pakistanischen Provinzen NWFP, FATA und ein kleiner Teil Belutschistans) der indischen Kronkolonie einverleibt. Um diese Linie kontrollieren zu können, wurde das aus Afridis, einem Paschtunenstamm, bestehende Regiment Khyber Rifles im Jahr 1880 aufgestellt, da sich nur Einheimische in diesem Gebiet ungehindert bewegen können. Das Regiment besteht auch heute noch als Bestandteil der Pakistanischen Armee.

(...)



http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan

Übrigens hatte Afghanistan vor dem 11. September 2001 niemals andere Länder überfallen, sondern sich immer nur gegen Imperialisten verteidigt. Von daher verbietet sich jeder Vergleich zwischen dem heutigen und früheren Afghanistan - Kriegen strikt. Die Gegenoffensive eines überfallenen Landes oder Bündnisses ist ein völlig anderes Paar Schuhe als ein imperialer Beutezug, sowohl hinsichtlich der Motivation und des Kampfwillens der Angreifer als auch der Verteidiger her. Ein Beutezug eines imperialen / kolonialistischen Aggressors kann gemessen an der zu erwartenden Beute zu teuer werden, wenn der Widerstand sehr hart ist, die Notwendigkeit einer erfolgreichen Gegenoffensive ist davon aber völlig unberührt. Wenn man an den Grenzen des Landes, das den Krieg begonnen hat, halt macht, ist die nächste Aggression der Verbrecherregierung schließlich vorprogrammiert.

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#88 von Cetric , 22.10.2013 11:57

Ja, die Afghanen haben eine lange Tradition des Widerstands gegen äußere Angreifer und Okkupatoren. Aber was hat ihnen das letzten Endes gebracht? Mittelalterliche Verhältnisse, wie hier schon geschrieben. Restriktive Lebensbedingungen für eine ungebildete Bevölkerung, vor allem für Mädchen. Ein nicht zähmbarer Freiheitswillen ist ja nichts, was man verurteilen könnte, aber steht der Entwicklung dieses Landes im Wege.
Vielleicht wäre es besser gewesen ein britisches Mandat damals willkommen zu heißen und sich durch die Fremden das Land aufbauen zu lassen (wie es heute zum xten Mal geschieht, aber es wird auch wie zum xten Mal anschließend wieder kaputtgehen) und davon zu profitieren, statt den ungezogenen Lümmel zu spielen und gegen alle, die ihn an der Hand nehmen könnten und ihm Manieren beibringen könnten, den ewigen Rebellen zu geben.
Da müssen sie aber selbst drauf kommen. Von außen kann man dieses Land nicht befrieden. Oder wenn, dann nur mit wesentlich größerem Engagement und mehr Geld und Material, als es früher versucht wurde - auch mit einer Beharrlichkeit, die der Beharrlichkeit des Widerstandes entspräche. Soviel kann und will aber keiner einsetzen und ausgeben. Es lohnt sich ja nicht.
Ich verstehe durchaus die Motive der Taliban. Sie sind nach ihrem Eigenverständnis natürlich keine 'Terroristen', als welche sie im Westen dargestellt werden, sondern Freiheitskämpfer. Zu Sowjetzeiten - oh Wunder - hat man ihnen diese Eigenschaft ja auch noch zuerkannt (als sie noch Mudshaheddin hießen). Es ist schwierig, den Willen von Freiheitskämpfern zu brechen. Schon gar nicht wenn man mit Drohnen arbeitet. Für eine Stammesgesellschaft patriarchalischer und kriegerischer Natur zählt, ob sie von einem würdigen Gegner bezwungen wird. Am besten in Highnoon-Manier Knarre gegen Knarre auf einer staubigen Straße. Hightech-Spielzeug, gegen das es keine Gegenwehr gibt, das ohne Risiko für den (fernen) Piloten geflogen wird, erzeugt Opfer, keine echten 'Gefallenen'. Und wenn man sich als ohnmächtiges Opfer einer feigen Hinrichtungsmethode vorkommt, wird man nie eine Niederlage einsehen wollen, man wird nur in seinem Widerstand bestärkt. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Kollateralschäden und Zufallsopfer, die diese Dinger hervorrufen.

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#89 von Cetric , 22.10.2013 11:59

Zitat von GG146 im Beitrag #87

Übrigens hatte Afghanistan vor dem 11. September 2001 niemals andere Länder überfallen


Am 11. September 2001 (und danach) auch nicht. Das waren hauptsächlich Saudis und Ägypter.

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#90 von lei , 22.10.2013 12:12

schätzungsweise sieben tausen tonnen rohopium produzierten die
mohnanbauer in afghanistan. das sind ca. 5000 tonnen reinhopium.

ein güterwagen hat eine tragkraft von ca. 30 tonnen. das sind
ca. 160 waggons, mit einer länge von 10 meter pro wagen
macht das eine länge von 1600 meter oder 1,6 km.
das nur, um welche menge es hier geht.

laut un ist die produktion noch erheblich gesteigert worden.

meine frage ist:"wie wird das dreckszeug außser landes gebracht?"

ich vermute, die usa und deutschland haben jetzt einen sicheren
weg vorbereitet, das zeug außer landes zu bringen. darum ist ihre
präsenz dort nicht mehr von nöten.

das alle einsätze der bw und der us-amerikanischen soldaten nur
diesem zweck dienten, ist für mich fact.

ob euer ehemaliger außenminister und steinewerfer, der taxifahrer
fischer, der in seiner amtszeit innerhalb von 2 wochen 2x nach afghanistan
gereist ist, mit eingebunden wahr, bezweifele ich.

 
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