RE: Der Krieg in Afghanistan

#61 von Gast ( gelöscht ) , 09.07.2012 17:21

Sechs ISAF-Soldaten bei Anschlag in Afghanistan getötet!

KABUL. Bei einem Sprengstoffanschlag in Ostafghanistan am Tag der Afghanistan-Konferenz in Japan sind sechs Soldaten der Internationalen Schutztruppe getötet worden.
Zur Nationalität machte die NATO-geführte ISAF am Sonntag wie üblich keine Angaben. Bereits zuvor hatte die Schutztruppe einen bei einem Taliban-Angriff getöteten ISAF-Soldaten in Südafghanistan vermeldet. Die damit insgesamt sieben Toten sind der schwerste Verlust für die ausländischen Truppen am Hindukusch seit fast vier Monaten. Am 16. März waren zwölf türkische ISAF-Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz in Kabul ums Leben gekommen.

Gast

RE: Der Krieg in Afghanistan

#62 von Gast ( gelöscht ) , 09.07.2012 17:28

Geberländer versprechen Afghanistan Milliardenhilfe


KABUL/TOKIO. Die internationale Staatengemeinschaft will den zivilen Wiederaufbau in Afghanistan auch nach dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes im Jahr 2014 unterstützen.
Bis einschließlich 2015 würden 16 Milliarden US-Dollar (13 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt, hieß es am Sonntag in der Abschlusserklärung der Afghanistan-Geberkonferenz in Tokio.

Im Gegenzug muss die Regierung in Kabul unter Präsident Hamid Karzai endlich Reformen umsetzen – etwa die verstärkte Bekämpfung von Korruption und Drogen, bessere Regierungsführung und freie Wahlen in den Jahren 2014 und 2015.

Überschattet wurde die Geberkonferenz von schwerer Gewalt: Bei zwei Bombenanschlägen und einem Gefecht wurden im Süden des Landes mindestens 20 Talibankämpfer, 14 Zivilisten und fünf Polizisten getötet.

Zugleich tauchte im Internet ein abscheuliches Video auf, das einen Mann mit Turban nahe der Hauptstadt Kabul zeigt, der eine am Boden kniende Frau wegen einer angeblichen außerehelichen Beziehung hinrichtet – unter den Augen von 150 jubelnden Männern. Ein Beobachter sagt: „Es ist Allahs Befehl, dass sie hingerichtet wird.“ Die Behörden machen die radikalislamischen Taliban für die Tat verantwortlich.

Die afghanische Abgeordnete Fawzia Koofi bezeichnete den Vorfall als riesigen Schritt rückwärts. Zugleich fragte sie sich, wie es in dieser Menschenmenge so weit kommen konnte.

Präsident Karzai sagte verstärkten Kampf gegen die Korruption zu. Bei allen Fortschritten, die erzielt worden seien, sei die „Wirtschaft unterentwickelt“. Korruption unterlaufe die Effizienz der internationalen Hilfen. Es bedürfe noch „vieler Jahre“ harter Arbeit, bevor Afghanistan Selbstständigkeit erreiche.

Das Treffen in Tokio war das zivile Gegenstück zu den Beschlüssen des NATO-Gipfels im Mai in Chicago: Dort hatten die Truppensteller zugesagt, die afghanischen Sicherheitskräfte nach dem Abzug 2014 jährlich mit 3,6 Milliarden Dollar zu unterstützen. Kabul soll 500 Millionen Dollar selbst aufbringen. Ab 2024 muss Afghanistan die Sicherheitskräfte selbst unterhalten.

Zitat
Die Geberländer klingt gut.
Bilanz bis jetzt :
Ungeheure Kosten-Tote-Verbrechen fast jeglicher Art.
Es wird weiterhin Versprechungen geben, aber keine Einhaltung.
Sie sollen sich doch gegenseitig die Schädel einschlagen.
Was für ein sinnloser Aufwand.

Gast

RE: Der Krieg in Afghanistan

#63 von Klaus Pfahl , 09.07.2012 18:17

...und gebracht hat es auch nichts. Gestern wurde erst wieder eine junge Frau öffentlich hingerichtet.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/af...t-a-843229.html


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#64 von Laura , 09.07.2012 20:07

Deswegen sollte der geordnete Rückzug so schnell wie möglich angetreten werden. Vorher würde ich noch die Mohnfelder abfackeln lassen. Das Land am Hindukusch ist der größte Rauschgiftlieferant und hat schon viel Elend über uns gebracht.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#65 von GG146 , 09.07.2012 20:55

Zitat von Blitz im Beitrag #63
...und gebracht hat es auch nichts. Gestern wurde erst wieder eine junge Frau öffentlich hingerichtet.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/af...t-a-843229.html


Das liest sich ganz nach Verdeckungsmord:

Zitat
Das Video ist kaum eine Minute lang. Entstanden ist es nach übereinstimmenden Angaben in dem Dorf Kimchok, eine Autostunde entfernt von Kabul in der Provinz Parwan. Die Frau soll 22 Jahre alt gewesen sein, nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hatte sie Beziehungen zu mehreren Taliban. Mit der Hinrichtung hätten die Kämpfer die Frau aus dem Weg schaffen und das Ansehen eines Kommandeurs wieder herstellen wollen, heißt es.



http://www.spiegel.de/politik/ausland/af...t-a-843229.html

Die haben selbst gegen das Verbot außerehelichen Verkehrs verstoßen oder gar Vergewaltigungen begangen, die dort mit der Todesstrafe geahndet werden, und schaffen sich die Zeugin vom Hals, indem sie sich zu Richtern und Henkern aufspielen.

Mittlerweile glaube ich auch, dass man das Land abhaken muss - es sei denn, man könnte eine Streitmacht aus Frauen aufstellen, die allen anderen Kräften dort militärisch überlegen ist.

Dann aber nix wie weg, damit die eigenen Soldaten nicht in Menschenrechtsverletzungen zu Lasten der - dann ehemaligen - Herren der Schöpfung verstrickt werden.

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#66 von Gast ( gelöscht ) , 09.07.2012 22:07

Ein Amazonenheer, nicht schlecht.

Gast

RE: Der Krieg in Afghanistan

#67 von GG146 , 09.07.2012 22:49

... und absolutes Waffenverbot für Männer.

Übrigens ist es da ganz normal, dass Vergewaltigungsopfer im Knast landen:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/rech...adigt-1.1236145


 
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zuletzt bearbeitet 09.07.2012 | Top

RE: Der Krieg in Afghanistan

#68 von Gast ( gelöscht ) , 14.07.2012 18:48

....Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeit sind im Verantwortungsbereich der Bundeswehr im Norden Afghanistans mindestens 17 Menschen getötet worden. Unter den Opfern war nach Angaben der afghanischen Präsidentschaft auch der bekannte Abgeordnete und Brautvater Ahmed Chan, der einst als Mudschahed gegen die sowjetischen Besatzer des Landes gekämpft hatte. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Der Selbstmordattentäter hatte sich offenbar als Gast der Hochzeitsfeier in Aybek, der Hauptstadt der Provinz Samangan, ausgegeben. Einem Sprecher der afghanischen Sicherheitskräfte zufolge zündete er seinen Sprengstoffgürtel, als er Chan beim Eintreten in das zweistöckige Gebäude umarmte. Der Abgeordnete hatte demnach den Empfang für die Hochzeit seiner Tochter ausgerichtet, dem mehrere ranghohe Regierungsvertreter beiwohnten.



http://de.nachrichten.yahoo.com/tote-ans...-065530395.html

Gast

RE: Der Krieg in Afghanistan

#69 von Gast ( gelöscht ) , 13.09.2012 16:46

Tödliche Falle

Taliban setzen auf Facebook weibliche Lockvögel ein



Gefällt mir nicht! Taliban operieren online (© AFP)
Sie schrecken vor nichts zurück: Im Kampf mit den in Afghanistan stationierten ausländischen Truppen verbünden sich die Taliban sogar mit ihren Feinden – und locken ahnungslose Soldaten mit dem "Teufelswerkzeug" Facebook in tödliche Liebesfallen!

Erst twitterten die "Gotteskrieger" über ihre neuesten, ruhmreichen Taten auf dem Schlachtfeld, jetzt stellen sie sogar online Fallen auf – für feindliche Soldaten. Kein Witz: Laut Ermittlungen der australischen Regierung werben die Taliban auf Facebook mit (gefälschten) Profilen attraktiver Frauen!

Grund: Haben sie Kontakt zu liebestollen Soldaten aufgenommen, spionieren sie gezielt Informationen über Truppenbewegungen und Stützpunkte aus oder überreden die Casanovas zu einem Treffen – das oftmals tödlich endet. Sogar anhand der von den Soldaten hochgeladenen Profilfotos konnten die Taliban die Lage des Feindes herauslesen. Jetzt informieren (vorerst nur) die australischen Streitkräfte mit Leitfäden über die drohende Gefahr. Für drei ihrer Soldaten kommt die Warnung allerdings zu spät: Sie wurden im letzten Monat ermordet.



http://www.heute.at/news/welt/art23661,784654

Zitat
Haben die keine Heeresbordelle, oder ähnliche Einrichtungen für ihre Soldaten?

Gast

RE: Der Krieg in Afghanistan

#70 von Klaus Pfahl , 23.04.2013 17:41

Zitat
Die Taliban drohen Deutschland, dieses Land zu einem der Ziele ihrer Attacken zu machen. Damit reagierten sie auf den Beschluss der Bundesregierung, deutsche Truppen nach 2014 in Afghanistan zu belassen.

Am Donnerstag war in Berlin mitgeteilt worden, dass in Afghanistan 800 deutsche Militärinspekteure nach 2014 bleiben werden. Für 2014 ist der Abzug der Hauptkräfte der ausländischen Koalitionskräfte aus diesem Land vorgesehen.



http://de.rian.ru/politics/20130420/2659...288381481237582

Die sollen sehen, dass sie so schnell wie möglich abziehen. Angeblich sollen die Resttruppen als Ausbilder dort verbleiben. Was wird geschen? Die Taliban schicken ihre Freiwilligen zur Grundausbildung in die afghanische Armee, wo sie von deutschen Soldaten geschult werden. Danach haben sie hervorragend ausgebildete Kämpfer, die zudem direkt im Lager des Feindes sitzen.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Der Krieg in Afghanistan

#71 von Schiffskatze , 23.04.2013 19:44

Zitat von Blitz im Beitrag #70

Zitat
Die Taliban drohen Deutschland, dieses Land zu einem der Ziele ihrer Attacken zu machen. Damit reagierten sie auf den Beschluss der Bundesregierung, deutsche Truppen nach 2014 in Afghanistan zu belassen.

Am Donnerstag war in Berlin mitgeteilt worden, dass in Afghanistan 800 deutsche Militärinspekteure nach 2014 bleiben werden. Für 2014 ist der Abzug der Hauptkräfte der ausländischen Koalitionskräfte aus diesem Land vorgesehen.


http://de.rian.ru/politics/20130420/2659...288381481237582

Die sollen sehen, dass sie so schnell wie möglich abziehen. Angeblich sollen die Resttruppen als Ausbilder dort verbleiben. Was wird geschen? Die Taliban schicken ihre Freiwilligen zur Grundausbildung in die afghanische Armee, wo sie von deutschen Soldaten geschult werden. Danach haben sie hervorragend ausgebildete Kämpfer, die zudem direkt im Lager des Feindes sitzen.



Dabei darf zusätzlich nicht unterschätzt werden, dass für Resttruppen die Gefahr steigt, überfallen und getötet zu werden. Denn deutlich weniger Nato ist erst recht kein Hindernis für die Taliban.


 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#72 von Klaus Pfahl , 23.04.2013 21:00

Und die kommen wieder, garantiert! Wenn die allierten Natoverbände alle abgezogen sind, wird es dort wie früher.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Der Krieg in Afghanistan

#73 von Schiffskatze , 24.04.2013 06:56

Zitat von Blitz im Beitrag #72
Und die kommen wieder, garantiert! Wenn die allierten Natoverbände alle abgezogen sind, wird es dort wie früher.


Davon gehe ich auch aus.
Dann ist keiner mehr da, der die Taliban noch aufhalten würde.


 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#74 von schlau , 24.04.2013 09:12

Zitat von Schiffskatze im Beitrag #73
Zitat von Blitz im Beitrag #72
Und die kommen wieder, garantiert! Wenn die allierten Natoverbände alle abgezogen sind, wird es dort wie früher.


Davon gehe ich auch aus.
Dann ist keiner mehr da, der die Taliban noch aufhalten würde.



ihr habt leider beide recht. Und ich denke, wenn unsere Jungs noch 10 Jahre dort sind wird sich leider nicht viel ändern. die kommen immer wieder schlimmer als Karkalaken Kann man die nicht mit den rechten auf einer einsamen Insel hinschicken wo die nicht mehr runter kommen. Die könnten sich gegen seitig Tot schlagen. wär doch was


sehr schlau ;-)

 
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RE: Der Krieg in Afghanistan

#75 von Schiffskatze , 24.04.2013 15:41

Zitat
ihr habt leider beide recht. Und ich denke, wenn unsere Jungs noch 10 Jahre dort sind wird sich leider nicht viel ändern. die kommen immer wieder schlimmer als Karkalaken Kann man die nicht mit den rechten auf einer einsamen Insel hinschicken wo die nicht mehr runter kommen. Die könnten sich gegen seitig Tot schlagen. wär doch was




Demokratische Verhältnisse können nicht mit Gewalt von aussen erreicht werden. Wir haben genug Beispiele in der Gegenwart, die uns das vor Augen führen. Der Russe hat 10 Jahre vergeblich gegen die Mudschaheddin gekämpft. Jetzt kämpft die Nato seit über 10 Jahren aussichtslos gegen die Taliban. Sie hätten, wenn schon, damals die Russen im Kampf gegen religiöse Fanatiker unterstützen müssen. Das Gegenteil haben sie getan. Weil ihre übertriebene Angst vor Sozialismus sie davon abhielt, einen Schritt weiter zu denken.

Erneuerungsprozesse müssen von innen kommen. Das wird kaum passieren, dazu ist das Volk mMn zu religiös eingestellt.


 
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