RE: Die Guttenbergs und Kerner in Afghanistan

#16 von Skydive , 22.12.2010 17:33

Zitat von Isis

Zitat von Skydive

Zitat von Isis
Deutschland muss schnellstens seine Soldaten aus Afghanistan abziehen. Merkel und Co. sind sich wohl nicht bewußt, dass sie ständig gegen das Grundgesetz verstoßen. Heißt es nicht so schön, dass von Deutschland kein Angriffskrieg mehr ausgehen darf?



Hüstel....! Wen greift Deutschland denn an?




Deutschland hatte Serbien angegriffen, und in Afghanistan sind die Soldaten auch nicht zum Mohnpflücken abkommandiert. Das entwickelt sich dort zu einem Kriegm der immer grausamer wird. Denke an mich, das wird wie bei den Sowjets enden. Ich wünsche keinem deutschen Vater oder Mutter, dass sie ihre Söhne für ein nutzloses Unterfangen opfern müssen.




Nö, Deutschland hatte im Verbund der Nato mit Teilen der Luftwaffe die serbische Luftabwehr ausgeschaltet. Nach einigen brisanten Berichten hat sich dieser Krieg gegen Serbien als Kriegsverbrechen herausgestellt. Man hat die Leute ganz schön verarscht! Von einer geschilderten Bedrohung in diesem Ausmasse haben sich sogar Generäle distanziert und im Nachhinein ist es so, dass dieser Krieg niemals hätte stattfinden dürfen!

In Afghanistan war der Einsatz zuerst als humanitärer Einsatz im Rahmen der ISAF gedacht. Jedoch sind die Soldaten immer häufiger in Gefechte verwickelt worden.


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RE: Die Guttenbergs und Kerner in Afghanistan

#17 von Proconsul48 , 22.12.2010 20:42

Gut und exakt auseinandergehalten,was die Faktenlage betrifft,lieber Aaron!!

 
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RE: Die Guttenbergs und Kerner in Afghanistan

#18 von Skydive , 23.12.2010 17:45

Zitat von Proconsul48
Gut und exakt auseinandergehalten,was die Faktenlage betrifft,lieber Aaron!!


Danke, Hannes! Wahrheit muss sein!

Frohe Weihnachten lieber Hannes

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RE: Die Guttenbergs und Kerner in Afghanistan

#19 von Klaus Pfahl , 29.01.2011 20:27

Zwei deutsche Soldaten sind bei einer Patrouillenfahrt im Norden Afghanistans durch einen Anschlag verletzt worden. Lebensgefahr besteht Bundeswehrangaben zufolge nicht. Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742442,00.html
Der Bundestag hat gedacht, dass dieser Krieg ohne Verluste zu führen ist und noch nicht erkannt, dass diese Annahme idiotisch ist.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#20 von Alter Friese ( gelöscht ) , 29.05.2011 17:10

Bei einem Anschlag der Taliban auf ein Sicherheitstreffen von afghanischen Militärs und Spitzenpolitikern und einer hochrangigen deutschen Bundeswehrdelegation in Nordafghanistan sind am Samstag zwei deutsche Soldaten getötet worden. Fünf weitere Soldaten, darunter auch General Markus Kneip, der Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf in Nordafghanistan, wurden verwundet.

An der Berichterstattung stört mich, dass in fast allen Medien von einem Terroranschlag die Rede ist. Was für den einen ein Terrorist ist, ist für den anderen ein Freiheitskämpfer. Es kommt immer auf die Sichtweise an. Doch keiner sollte einfach das was er von den Medien serviert bekommt annehmen, ohne zu hinterfragen.


Lever dood as Slav

Alter Friese
zuletzt bearbeitet 29.05.2011 17:13 | Top

RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#21 von Gast ( Gast ) , 03.06.2011 17:21

Wielange noch werden Deutsche Soldaten in Afghanistan sterben?
Heute Begräbnis in Deutschland und gleichzeitig wieder ein Anschlag in Afghanistan.



Es ist ein Hohn, wenn die Politiker mit Trauermienen an den Begräbnissen teilnehmen, da sie doch für die Massaker verantwortlich sind.

Wo bleiben Demos und die Stimme des Volkes?
Ich könnte mir Protestdemos von Frauen und Kindern vorstellen, deren Männer in Afghanistan dienen müssen.
Vermutlich ist aber Geld wieder wichtiger.

Gast

RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#22 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 03.06.2011 18:34

Zitat von Gast

Es ist ein Hohn, wenn die Politiker mit Trauermienen an den Begräbnissen teilnehmen, da sie doch für die Massaker verantwortlich sind.

Wo bleiben Demos und die Stimme des Volkes?
Ich könnte mir Protestdemos von Frauen und Kindern vorstellen, deren Männer in Afghanistan dienen müssen.
Vermutlich ist aber Geld wieder wichtiger.




All' dem kann ich nur auf das Heftigste zustimmen. So furchtbar die Toten einerseits sind, so widert mich andererseits an, wenn wieder einmal unsere Kriegsminister (im Moment ist's wohl de Maiziere ?!) und Tante Angie "den Anschlag aufs Schärfste verurteilen". Neben dieser halbherzig hohlen Phrase kotzt mich vor allem an, dass die Konsequenzen der Politiker ausbleiben ("RAUS AUS AFGHANISTAN !!!"), von dem nicht vorhandenen Protest des Volkes - siehe Beitrag Gast - nicht zu reden !!!

Ja, wo bleiben denn die Demos - vor allem von Ehefrauen und Müttern ?! Warum gehen gerade DIE nicht zu Aberhunderttausenden auf die Straße ???

Deutschland scheint erneut einzuschlafen und in die "Ohne mich"-Mentalität zu verfallen !


Gruß - Peter


"Nichts ist schwieriger im Leben,
und nichts erfordert mehr Charakter,
als im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu stehen
und laut zu sagen: 'NEIN !' "

(Kurt Tucholsky)

peddor, der Rüstersieler
zuletzt bearbeitet 03.06.2011 18:35 | Top

RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#23 von Laura , 03.06.2011 19:05

Es wird höchste Zeit, dass unsere Vaterlandsverteidiger geschickt den Rückzug antreten. Die stetig wachsende Militärpräsenz hat bisher nicht zu einer signifikanten und nachhaltigen Verbesserung der Sicherheitslage geführt. Im Gegenteil, der Krieg wird immer brutaler und blutiger. Alleine im vergangenen Jahr wurden mehr als 10 000 Menschen getötet, und seit 2001 sind es 50 000 Kriegsopfer.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#24 von GG146 , 03.06.2011 20:07

Zitat von Alter Friese
An der Berichterstattung stört mich, dass in fast allen Medien von einem Terroranschlag die Rede ist. Was für den einen ein Terrorist ist, ist für den anderen ein Freiheitskämpfer. Es kommt immer auf die Sichtweise an. Doch keiner sollte einfach das was er von den Medien serviert bekommt annehmen, ohne zu hinterfragen.




Die Unterscheidung ist nach dem 11. September 2001 völliger Blödsinn. Wer die Taliban und die Al Qaida als Freiheitskämpfer verkaufen will, kann auch die Nazi - Werwölfe so definieren.

Auf der Basis muss man sich wirklich nicht weiterunterhalten, geht mal schön demonstrieren.

 
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RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#25 von Germanicus ( gelöscht ) , 04.06.2011 17:06

Ist es der richtige Weg diesen sinnlosen Krieg zu unterstützen? Ich weiß nicht in welchen höheren Sphären der Verteidigungsminister schwebt. Dieser Krieg dient weder unserem Schutz, noch unserem Land. Gleichzeitig sollten wir bedenken, daß die Taliban bis heute immer noch von den USA mit Sonderzahlungen unterstützt werden. Damit ist der ganze Afghanistan-Krieg nur ein übles Marionettentheater, auf Kosten von tausenden Soldaten und Zivilisten. Sollen doch die Amis ihre Karre allein aus dem Dreck ziehen.

http://de.euronews.net/2010/10/08/us-str...direkt-taliban/

Germanicus

RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#26 von Sheppard , 04.06.2011 19:34

Salute für die in Afghanistan gefallenen deutschen Soldaten. Sie wurden von der Politik in einen dreckigen Krieg geschickt. Gegen den Willen einer übergrossen Mehrheit der Bevölkerung. Und sie fanden dort den Tod. Sie sind Opfer der Politik!

http://www.youtube.com/watch?v=Y4bZbjkyR4I&feature=related


 
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RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#27 von Gast ( Gast ) , 04.06.2011 20:06

Gast

RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#28 von Scheinheilige ( gelöscht ) , 04.06.2011 20:59

Da läuft einem ja der kalte Schauer über den Rücken.


Scheinheilige

RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#29 von GG146 , 05.06.2011 13:16

Zitat von Scheinheilige
Da läuft einem ja der kalte Schauer über den Rücken.



Dieses Entsetzen der (wahlberechtigten) Bürger in den westlichen Ländern ist eine Trumpfkarte für die in denen von ihnen kontrollierten Ecken nur mit Gewalt herrschenden Taliban. Denen sind Tote auf der eigenen Seite piepegal, wenn sie nicht gerade tote Zivilisten als politisches Instrument verwenden.

Das hier hat ein Teilnehmer des GG-Aktiv - Forums dazu geschrieben, nachfolgend meine Antwort:

Zitat

Zitat
Wenn der Westen aber einfach aufsteckt und den Taliban die Macht in Afghanistan überlässt, hat Bin Laden posthum sein eigentliches Ziel erreicht, das aller Wahrscheinlichkeit der Grund für die Anschläge vom 11. September war. Er wollte vorführen, dass die "Gläubigen" selbst eine Invasion der stärksten westlichen Kräfte zurückgeschlagen können. Dafür hat er die Nato nach Afghanistan gelockt. Das Fernziel ist natürlich, mit diesem Abwehrsieg als politische Trophäe nach der Macht in anderen muslimischen Ländern, insbesondere Saudi - Arabien, zu greifen.

Der Vergleich mit den Niederlagen der Engländer* und der Sowjetunion verbietet sich insofern, diese Invasoren haben wegen der außerordentlichen Schwierigkeiten nur ein imperiales Ziel aufgegeben. Die heutigen westlichen Streitkräfte in Afghanistan unterdrücken dagegen eine globale Aggression, die sich verstärken wird, wenn man den ersten Teilplan der Aggressoren doch noch aufgehen lässt.



Hallo Alex,

mit Deiner Analyse stimme ich nicht überein, Dein Begründen eines nicht Aufstecken-Könnens in Afghanistan läuft im Prizip auf eine neue "Domonotheorie" hinaus, wie sie für die Ausweitung des Vietnam-Krieges immer wiede bemüht wurde.

Zitat
Als intellektuelle Begründer der Domino-Theorie gelten Dean Acheson und John Foster Dulles, Außenminister in den Regierungen Truman und Eisenhower. Der Ruf nach starken Maßnahmen gegen eine Ausdehnung des kommunistischen Blocks traf auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges auf deutliche Zustimmung in der US-Öffentlichkeit, da auch das innenpolitische Klima sehr antikommunistisch dominiert war.



http://de.wikipedia.org/wiki/Dominotheorie

Ähnlich wie in der Komunismusfurcht kann heute die Islamfurcht nur diesen überlangen xjährigen Kriegseinsatz befeuern, sonst wäre er schon längst beendet. Den Struckschen Unsinn mit dem "Hindukusch" habe ich nie geglaubt.

Auch die Saudi-Arabien-Illusion halte ich für Traumtänzerei: wenn genügend Saudis die Rückständigkeit ihres Staatsgebildes nicht mehr aushalten können, dann wird aber keine noch so gigantische Eingreiftruppe auf "heiliger moslemischer Erde" die für den Westen so bequemen, anachronistischen Verhältnisse stabilisieren können, der Staat bricht dann so schnell und krachend zusammen, wie wir es uns garnicht vorstellen können. Was glaubst Du, was im Kopf von mittelständigen Saudis vor sich geht, die zu Wochenendstrips nach Dubai fliegen mussen, um mit Freundin oder Ehefrau "Händchen-Haltend" promenieren zu können, sich mal frei zu fühlen. In S-A würde die Sittenpolizei eingreifen.

Wenn man dieses ziellose und effitienzscheuende "Staat-Aufbauen" betrachtet, was über eine Dekade gekostet hat, so wäre ein 2tes mal des Beseitigen eines Talibanregimes billiger gekommen. Man hätte auch den Vorteil, das sie aus der Deckung müssen, wenn sie saatliche Macht organisieren und ausüben wollten.

Der Vergleich der Niederlagen der Engländer und Russen finde ich im wesentlichen Aspekt zutreffend: der Unmöglichkeit in dieser extemen Geographie und einer derart archaisch organisierten Gesellschaft überhaupt eine Besetzung durchführen zu können. Besiegen ist machbar, besetzen wohl kaum. Weder die Briten, noch die Russen, erst recht nicht der Westen ist fähig, einen Abnutzungs-Guerrilla-Krieg zu führen, wo auf der einenn Seite das Leben keinen Wert hat, auf der andern jeder Tote so "wertvoll" dass fast eine Staatstrauer ausgelöst wird. Solch ein Einsatz ist nicht dauerhaft führbar.





Die Verwandtschaft mit der Dominotheorie ist aber schon sehr entfernt. Glaubst Du wirklich, dass die Al Qaida mit den Anschlägen vom 11. September 2001 keine strategischen Ziele verfolgt hat? Unmittelbar vor den Anschlägen war es ihnen gelungen, den Führer ihrer militärisch stärksten Gegenpartei innerhalb Afghanistans zu ermorden, der zeitliche Zusammenhang ist unübersehbar. Die Amerikaner sollten nach Afghanistan gelockt werden, um ihnen einen Abwehrsieg abzuringen wie zuvor den Sowjets, das glaubten die Taliban und die Al Qeida nach dem Tod von Scheich Massud schaffen zu können. Dieser geplante Abwehrsieg kann natürlich auch nur weitergehenden strategischen Zielen dienen. Das ist eine Frage der Logik und nicht von diffusen Islamängsten bestimmt.

Dass ich keine Angst vor dem Islam habe, weil ich ihn als Gegner der westlichen Welt nicht für voll nehme, schreibe ich schon seit Jahren regelmäßig im Netz. Im Vergleich zu den nuklear bewaffneten Kommunisten sind diese sich militärisch - technologisch und ökonomisch durch den gewollten Rücksturz ins Mittelalter selbst entwaffnenden Religionsfaschisten ein schlechter Witz.

Das ist aber kein Grund, ihnen den angestrebten Sieg zu schenken, den sie ganz offenkundig als politische Ausgangsbasis für Angriffe auf weitere Positionen - insbesondere Saudi-Arabien - eingeplant haben.

Wie gesagt, ich bin auch für den Abzug der Nato - Truppen, aber erst nach Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts (so es das noch nicht geben sollte), das eine erfolgreiche Selbstbehauptung der mit dem Westen verbündeten inneren Feinde der Taliban garantiert.

 
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RE: Taliban Freiheitskämpfer oder Terroristen?

#30 von Germanicus ( gelöscht ) , 05.06.2011 19:50

Nur was hat Deutschland damit zu tun? Uns haben die Taliban nichts getan. Wenn die USA Weltpolizei spielen wollen ist das ihr Problem. Die Bundeskanzlerin will uns alle für dumm verkaufen. Deutsche Soldaten besetzen und tyrannisieren gemeinsam mit einer vom Pentagon eingesetzten afghanischen Regierung, die von einem CIA-Agenten angeführt wird, dessen Bruder einer der größten Heroinhändler des Landes ist, ein unschuldiges afghanisches Volk und dann erklärt Bin Merkel auch noch dummdreist, dies würde weder gegen Völkerrecht noch die deutsche Verfassung verstoßen.

Germanicus

   

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